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Bedeutung von Sirenen
 

 
 

 

Auch im Zeitalter moderner Alarmierungstechnik mit immer kleiner werdenden und individuell programmierbaren Funkmeldeempfänger hat die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr über die Sirene immer noch eine sehr große Bedeutung. Während es in großen Städten undenkbar wäre, die Feuerwehr bei oft mehreren Einsätzen pro Tag oder Woche über Sirene zu alarmieren, ist dies besonders für kleinere Feuerwehren mit oft nur wenigen Einsätzen im Jahr meist die einzige Möglichkeit, überhaupt alarmiert werden zu können. Sie verfügen in der Regel über keine oder nur wenige Meldeempfänger. Auch größere Wehren, die auf Grund der Einsatzhäufigkeit im Normalfall nur "still" über Meldeempfänger alarmiert werden, halten zusätzlich an der Möglichkeit der Sirenenalarmierung fest, um im Bedarfsfall bei größeren Schadenslagen möglichst viele Einsatzkräfte erreichen zu können.

 


Funktion und Aufbau von Sirenen
 

 
 

 

Die am meisten verwendete Sirene ist der Typ E57 nach DIN 41096. Unter dem pilzförmigen Sirenen-Schutzdach befindet sich ein 5kW-Drehstrommotor 220/380 (230/400) Volt, der ein mit Polyamid beschichtetes Laufrad antreibt. Der im Inneren der Sirene entstehende Luftstrom erzeugt so einen Lautstarken Ton der Frequenz 420 Hz. Durch den Schalldruck von 129 dB beträgt die Hörweite im Freien ca. 6 km, gegen den Wind ca. 3 km.

Um die prinzipielle Funktionsweise einer mechanischen Sirene kennen zu lernen, klicken Sie bitte hier.

Montiert sind die Sirenen überwiegend auf Hausdächern, wie z. B. auf dem Feuerwehrgerätehaus und auf der Schule in Ebenhausen. Da es besonders bei Sirenenumbauten bzw. Neuerrichtungen schwierig ist, geeignete Objekte zu finden, werden Sirenen auch auf Masten montiert, wie z. B. "An der Alten Post" in Ebenhausen. Die Sirenensteuerung hierzu ist in einem Schaltkasten neben dem Mast untergebracht.

In der "Verordnung über öffentliche Schallzeichen" ist festgelegt, welche Schallzeichen für bestimmte Situationen zu benutzen sind. Das Schallzeichen für "Alarm bei Feuer und anderen Notständen" lautet dreimal einen in der Höhe gleichbleibenden Ton (Dauerton) von je 12 Sekunden, mit je 12 Sekunden Pause zwischen den Tönen.

 


Geschichtliches über Sirenen
 

 
 

 

Zum überwiegenden Teil handelt es sich bei den Sirenen um ehemalige Zivilschutzsirenen des Bundes. Sie wurden in den 50er Jahren aufgebaut, um die Bevölkerung in Katastrophen- und Krisensituationen bzw. im Verteidigungsfall zu warnen. Die Ansteuerungen hierzu erfolgte drahtgebunden über Postleitungen durch das "Warnamt", das den Regierungen unterstellt war.

Darüber hinaus dienten die Sirenen aber auch zur Alarmierung der freiwilligen Feuerwehren. In der Anfangszeit war dies nur über die angeschlossenen Handdruckmelder ("Feuermelder") möglich bis im Jahre 1976 die Funkalarmierung auch im Landkreis Bad Kissingen eingeführt wurde und die Sirenensteuerungen umgerüstet wurden.

Aufgrund zunehmender politischer Entspannung in den 80er Jahren sah der Bund als Eigentümer der Zivilschutzsirenen keine Notwendigkeit mehr, diese weiter zu betreiben und plante 1989 einen Abbau der Sirenen. Da jedoch vielerorts die Feuerwehralarmierung darüber sichergestellt war, wurden den Gemeinden die Sirenen unentgeltlich zur Übernahme angeboten. Auf diese Weise wurden notwendige Sirenen erhalten, nicht Notwendige (z. B. in Orten ohne eigene Feuerwehr) wurden abgebaut.

Bei den sich heute in Betrieb befindlichen Sirenen handelt es sich aber keineswegs nur um Zivilschutzsirenen des Bundes. Mancherorts, so auch in Ebenhausen, wurden sogar neue Sirenen aufgebaut, um die Alarmierungssicherheit der Feuerwehr z. B. in stark angewachsenen Ortsteilen sicherzustellen. Auch beim Umsetzen von Sirenenstandorten (z. B. wegen Hausabriss) werden oft komplett neue Sirenenanlagen installiert.

 

 

 

 

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